Hopp und ab in die Schweiz!
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der letzten Vorbereitungen: Klamotten packen und noch zwei große Runden im Stotternheimer See schwimmen. Am Nachmittag dann der kurze Schockmoment: „Den Start hast du doch von 2025 auf 2026 verschoben… was war eigentlich mit dem Hotel?” 🫣
Tja… storniert. 😅 Also schnell bei Booking geschaut – und tatsächlich noch ein Zimmer bekommen. Das fing ja schon mal gut an. ✅
Donnerstag ging es nach Thun. Freitag wurde die Radstrecke erkundet: 2.200 Höhenmeter auf zwei Runden. Danach war die Entscheidung schnell gefallen – das P3 mit der besseren Übersetzung kommt zum Einsatz. Samstag nur noch locker bewegen, Verpflegung vorbereiten, Bike einchecken, Pasta essen und früh schlafen.
Raceday!
4:20 Uhr klingelte der Wecker. Ein kleines Problem gab es allerdings noch: Die Hotelküche schlief noch. Also haben wir sie kurzerhand geweckt. Läuft. 🫣😂
Der Thuner See zeigte sich von seiner rauen Seite. Die Wellen waren ordentlich, trotzdem fand ich schnell meinen Rhythmus und war nach dem Schwimmen sogar schneller als erwartet.
Auf dem Rad lief die erste Runde richtig gut. Mit den steigenden Temperaturen wurde die zweite Runde deutlich härter. Ich kühlte mich an jeder Verpflegung ab und hielt sogar zweimal an, um mir jeweils zwei Flaschen Wasser über den Körper zu kippen. Eine Minute Zeitverlust – aber definitiv die richtige Entscheidung. Insgesamt gingen 6,5 Liter Flüssigkeit durch meinen Körper. Mein Coach wird stolz sein. 😉
Der Marathon begann kontrolliert. Drei Runden durch Stadion, Park, Altstadt und direkt am Thuner See – landschaftlich einfach ein Traum. Mein absolutes Ass im Ärmel war ein kühles Handtuch auf dem Kopf. Ohne das wäre der Lauf für mich wahrscheinlich deutlich schwieriger geworden.
Fast den gesamten Marathon lieferte ich mir ein Duell mit einem Franzosen. Mal lag ich vorne, mal er. Zwei Kilometer vor dem Ziel hörte ich seine Landsleute rufen: „Da vorne ist er!”
Aber nicht mit mir!
Die Trimagos lassen sich nicht die Butter vom Baguette nehmen. 🇩🇪🥖😄 Also nochmal alles mobilisiert, Tempo angezogen und bis zum Ziel Anschlag gelaufen.
Direkt nach dem Finish kam dann die Quittung. Erste Sitzgelegenheit gesucht, Anker geworfen – und die nächsten 40 Minuten war an Aufstehen nicht zu denken. 😂
Würde ich es wieder genauso machen?Jederzeit.
Wird meine nächste Langdistanz wieder Thun?Ich frage meine Oberschenkel Ende der Woche nochmal. 😅
Eins steht aber fest:
Der Ironman Thun ist eine absolute Empfehlung – 1000 %. 💪
Ein riesiges Dankeschön an Ben für die perfekte Vorbereitung. Ohne deinen Plan wäre dieser Tag so nicht möglich gewesen. ✅
P.S.: Mein Gesichtsausdruck auf den Bildern täuscht. Ich hatte richtig Spaß – nur wäre mir das Ganze bei 20 Grad, Wolken und etwas Regen deutlich lieber gewesen. 😂

