Ironman Kalmar 2018

Für mich ging es in diesem Jahr schon zum vierten Mal nach Schweden. Es ist ja bekanntlich mein Lieblingswettkampf. Warum? Das habe ich sicherlich im Bericht vom letzten Jahr zum Ausdruck gebracht. Ansonsten sollte man sich einfach mal die offiziellen Race Movies auf youtube oder die Videos z.B. vom Neptunusvägen auf der Facebookseite anschauen.
Nachdem Roth ja nicht so gut gelaufen war und ich auch seitdem weniger als im letzten Jahr ins Training investiert hatte, hieß die Devise maximalen Spaß zu haben. So hatte ich auch kein Problem am Vortag von Kjell und Maggan, bei denen ich schon zum dritten Mal im Ferienhaus untergekommen bin, zu selbstgemachten Köttbullar eingeladen zu werden. Vor einem wichtigen Rennen würde ich das nie riskieren.
Am Start reihte ich mich bei 1:30h Schwimmzeit ein, um entspannt zu schwimmen. Ich hatte mir kurzfristig überlegt mal ein längeres Stück Brust zu schwimmen. Am Ende waren es 90 Prozent und die Zeit mit 1:25h drei Minuten schneller als in Roth. Ich bin dafür, dass die DTU nur noch den Bruststil erlaubt. Dann wird das was mit dem Triathlon und mir. Danach kam ich dieses Mal gut durch den Wechsel. Auf dem Rad galt es zuerst auf der flachen Ölandrunde zu bestehen. Das klappte bei guten Verhältnissen auch. Zunehmend wurde es windiger. Aber das war für Öland und Kalmar noch moderat. Die letzten 60 Kilometer auf dem Festland sind dann deutlich anspruchsvoller und fielen mir schon in den Vorjahren schwer. Auch in diesem Jahr hatte ich zwischen Kilometer 130 und 160 Probleme meine Leistung zu treten. Es hieß dann möglichst ökonomisch zu fahren und ich versuchte dann auch mehr Energie und Flüssigkeit nachzuschieben. Das half und ich kam nach 5:29h vom Rad. Sicherlich nicht die Leistung, die ich im Optimalfall von mir erwarte, aber im Verhältnis doch ein Schritt nach vorn. In der zweiten Wechselzone ließ ich mir dann doch etwas viel Zeit… Für den Marathon hatte ich mir vorgenommen bis Kilometer 30 durchzulaufen, nachdem ich eigentlich bis auf 2009 in Roth keinen zufriedenstellenden Marathon bei einer Langdistanz absolvierte. Durch die Innenstadt bin ich die ersten zwei Kilometern locker angelaufen. Das geht meist aufgrund der engen Strecke auch nicht anders. Dann fühlte ich mich von jetzt auf gleich nicht gut und musste gehen. Ich dachte, nicht schon wieder. Im Kopf hieß es dann Umschalten, erstmal bis zur nächsten Verpflegungsstation gehen. Dort habe ich mich dann mit Gel, einer Salztablette und Cola versorgt. Danach konnte ich wieder gut laufen und das bis Kilometer 41. Insgesamt liefen die drei Runden fast identisch. Es war klar an welcher Stelle was zu tun ist. Tempo raus, Salz, Gel… Bei Kilometer 16 hatte ich mich dann auf einen Schnitt von unter 5:00/km gearbeitet. Nach der Hälfte der Strecke habe ich mich dann gewagt nach der Gesamtzeit zu schauen. Die 10:30h waren noch möglich. Ich konnte weiterhin ein Grundtempo von ca. 4:20/km laufen und bin die Verpflegungsstation durchgegangen um mich gut zu versorgen.
Bei Kilometer 41 bekam ich von der Cola an der letzten Verpflegungsstelle dann Magenprobleme. Jetzt bloß nicht gehen, dachte ich mir. Ich verlangsamte das Tempo bis ich auf der Zielgeraden war und sicher war ins Ziel zu kommen. Das schaffte ich auch und überquerte nach 10:28h glücklich die Ziellinie. Endlich konnte ich einen Marathon(3:23h) bei einer Langdistanz einmal vernünftig abschließen und das mit sehr viel Freude. Ich klatschte unzählige Kinderhände ab, genoss die Musik an der Strecke und konnte viele Athleten überholen. Speziell, dass ich die letzte Runde fast genauso schnell gelaufen bin wie die zweite, stimmt mich positiv, dass da noch mehr geht. Danke an Jörg vom Laufladen Magdeburg, der mir die neue Version meines Lieblingsschuhs noch besorgen konnte.
Natürlich müssen in den anderen Disziplinen auch noch einige Schritte nach vorn gemacht werden.
Im nächsten Jahr wird es dann (wahrscheinlich) nicht nach Kalmar gehen.

©billyberg
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