Cyclassics Hamburg 160 km
Von Matthias Fleischer

Bereits am Samstag Nachmittag in Hamburg angekommen, machte sich schon langsam die Nervosität auf das bevorstehende Rennen bemerkbar. Schnell die Startunterlagen geholt, zurück ins Hotel, Fahrrad-Klamotten an und ab aufs Rad. Als Vorbelastung die Zielgerade abgefahren und noch ein wenig von Hamburg genießen.
Sonntag früh hieß es dann zeitig aufstehen, essen, trinken, sich fertig machen und ab zum Startblock A
Welch ein tolles Gefühl direkt mit den GCC Fahrern zu starten. Pünktlich 08.20 Uhr war dann Startschuss und das Rennen wurde sofort temporeich begonnen. Mein Gedanke war im ersten Teil des Rennens nur, im Hauptfeld bleiben… nach ca 50 km wurde dann erst das Tempo ein wenig raus genommen. Die Erlösung, das dass Tempo rausgenommen wurde, sah man mir und sehr vielen anderen Fahrern an. Das Hauptfeld hatte sich bis dahin schon deutlich dezimiert. Von dort an wurde das Tempo immer wieder verschärft und verlangsamt. Das Hauptfeld fuhr aber sehr diszipliniert und jeder achtete auf seine Mitstreiter. Erst ab km 130 gab es dann einen Sturz, von dem ich mich gut fern halten konnte. Die Spitze erhöhte dann auch wieder das Tempo und das Hauptfeld wurde immer kleiner. Der Konzentration und der Erschöpfung zollten dann noch 3 weitere Stürze ihren Tribut. Aus allen heiklen Situationen konnte ich mich gut raushalten und wünsche an dieser Stelle, allen gestürzten, eine gute Genesung.
20 km vorm Ziel kam dann nochmal ein knackiger Anstieg welches das Feld dann komplett zerschlagen hatte, auch ich konnte dem angeschlagenen Tempo der Spitze nicht mehr folgen. Den Berg bezwungen organisierte ich mich mit ca 15 weiteren Fahrern und mit ordentlich Druck auf der Pedale, arbeiteten wir uns wieder an die überschauliche spitze heran. Bis auf den letzten Kilometer fuhren wir gemeinsam auf das Ziel zu, bis dann die vorderen Fahrern ihr Sprint anfuhren. Ich konnte mich vor den hinter mir liegenden Fahrern behaupten und fuhr mit einem breitem Grinsen auf die letzten Meter durch das Ziel. Getragen von den tobenden Applaus der sehr zahlreich an der Strecke standenden Hamburger Zuschauer. Überglücklich bis zum Schluss im Hauptfeld geblieben zu sein, mit meiner Zeit absolut zufrieden, blicke ich auf dieses Event zurück und freue mich schon sehr auf das nächste Jahr.